Christina Schnitzhofer
Aufstiegsstipendiatin
Berlin, 16.12.2008
Begonnen hat alles an der Grund- und Hauptschule unserer Gemeinde. Nach meinem siebten Schuljahr nahm ich die Möglichkeit "7 plus 3" in Anspruch, wodurch ich nach drei Jahren meinen mittleren Bildungsabschluss erreichte.
Danach habe ich mich für eine Ausbildung zur IT-Systemkauffrau entschlossen. Meine ersten Berufserfahrungen konnte ich sofort nach Abschluss der Ausbildung in einem großen IT-Projekt sammeln.
Gestärkt und motiviert entschied ich mich, meine Stelle aufzugeben und die Fachhochschulreife zu erwerben, womit mir der Weg eines Studiums an einer Fachhochschule offen stand.
Allerdings wurde mir schnell klar, dass ich ohne sehr gute Englischkenntnisse weder im Beruf noch im Studium weit kommen würde. Deshalb entschied ich mich, eine Studien- und Sprachreise nach Australien zu machen.
Das war ein kleiner Schritt für die Menschheit, jedoch ein riesengroßer für mich in meinem Leben. Nach einer sehr interessanten und lehrreichen Zeit in Australien, bin ich wieder in mein früheres Arbeitsumfeld zurückkehrt, um meine Berufserfahrungen zu vertiefen.
Nach zwei weiteren Berufsjahren führte mich mein Weg schließlich zu dem von mir ersehnten Wunsch des Studierens. Das Aufstiegsstipendium ist eine positive Bestätigung, dass der von mir eingeschlagene Weg der richtige ist und motiviert mich zusätzlich.
Als kleines Mädchen fragte ich mich des Öfteren "was sind das für Menschen, die studieren?" - Jetzt kann ich mit großer Zuversicht und Freude dieser kindlichen Frage eine Antwort geben.
"Bildung verändert das Leben: Ja, meines auch!"
Die Entscheidung, wie man seinen Bildungs- und Lebensweg gestaltet, liegt bei jedem selbst. Ehrlich gesagt finde ich das eine ganz schön große Verantwortung.
"Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man unterlässt."
Das Studium begann ich ohne Aufstiegsstipendium. Mit dem Stipendium wird es mir jedoch möglich sein, mein Studium an einem Stück zu genießen. Sonst hätte ich eventuell zwischendurch ein Semester aussetzen und arbeiten müssen, um meine finanzielle Basis abzusichern.
Ich habe mich rückblickend des Öfteren gefragt, warum manche Dinge so sind, wie sie sind. Auch wenn man Wege einschlägt, ohne anfangs genau zu wissen wo sie hinführen, bekommt man einige Zeit später eine Antwort. Dies stellt oftmals die Geduld auf die Probe.
"Bildung öffnet Türen. Doch man muss sie selbst öffnen!"
Ich werde immer wieder Freude verspüren, wenn Gleichgesinnte, die ebenfalls den zweiten Bildungsweg eingeschlagen haben, meine Wege kreuzen.
Auf diesem Wege nochmals ein Dankeschön an meine Förderer und ihnen alles Gute für ihre gewählten Wege. Viel Freude beim "Hochbilden", ganz nach dem Motto: "Aufstieg durch Bildung"!
Das Buch unterwegs: Hier finden Sie interessante Informationen zur Buchtour quer durch Deutschland.