Wir Schüler haben heute mehr Möglichkeiten zur Weiterbildung als früher.

Enes Özdemir

19 Jahre, Schülerin am Fichte-Gymnasium in Krefeld

Krefeld, 07.01.2009

Was verbinden Sie ganz allgemein mit Bildung?

Früher legte man nicht so viel Wert auf Bildung, jedoch hat sich dies mit der Zeit geändert. Heutzutage wird sehr viel Wert auf Bildung gelegt. Man kann dies anhand von unseren Politikern und ihren neuen Reformen deutlich sehen. Was ich sagen will ist, dass wir Schüler mehr Möglichkeiten haben, um uns weiterzubilden als früher.

Welchen Stellenwert hat Bildung für Sie persönlich?

Für mich ist Bildung unter den Top 5 meiner persönlichen Werte. Natürlich ist sie nicht ganz oben. Es gibt andere Sachen, die für mich wichtiger sind als die Bildung, wie z. B. meine Familie oder mein Heimatland (Türkei). Bildung ist jedoch ein wichtiges Kriterium für uns Menschen. Ob Türke, Pole, Russe oder Deutscher, es ist wichtig, dass man sich in einem Land weiterbildet und seinen Horizont mit Wissen erweitert. Ohne jegliche Bildung würde unsere Zivilisation sehr primitiv sein. Bildung ist für uns Menschen sehr wichtig, vor allem für Leute, die einen Migrationshintergrund haben. Um sich in die Gesellschaft integrieren zu können, muss man die deutsche Sprache beherrschen. Wenn dies nicht der Fall ist, kann man keine Verknüpfung in der Gesellschaft schaffen. Dies ist auch ein Grund, warum die Bildung für mich wichtig ist.

Was war bislang Ihr wichtigstes Bildungserlebnis?

Meine bisherigen Erfahrungen fingen schon im Kindergarten an. Ich habe dort angefangen, die deutsche Sprache zu sprechen. Danach bin auf eine Grundschule gegangen. Am Ende meiner Grundschulzeit wurde mir gesagt, das ich nicht das Wissen habe, um auf ein Gymnasium zu gehen. Jedoch habe ich diesen Rat nicht befolgt und bin auf ein Gymnasium gegangen. Heute bin ich in der 13. Klasse und will mein Abi schaffen. Ich werde zeigen, dass ich es doch schaffe, obwohl meine Grundschul¬lehrerin anderer Meinung war.

Das Buch unterwegs: Hier finden Sie interessante Informationen zur Buchtour quer durch Deutschland.

Aus dem Buch der Bildungsrepublik