Dennis Manzke
Industriekaufmann und berufsbegleitend BWL-Student an der Fachhochschule für Oekonomie & Management in Bremen
Bremen, 08.12.2008
Zuerst wurde mir der Bildungsstart verwehrt. Nicht mit sechs Jahren, sondern mit sieben Jahren durfte ich an den Schulstart. So genoss ich noch ein Jahr länger den Kindergarten. Die Schule machte mir dann allerdings von Anfang an sehr viel Spaß. So, dass ich in der siebten Klasse den Weg zum Gymnasium einschlug. Dabei landete ich auf dem Alten Gymnasium in Bremen. Ein Gymnasium, bei dem es eigentlich nur Gründe gab, es nicht zu besuchen - hier wurde noch am Samstag unterrichtet, Latein war die zweite Pflichtfremdsprache, ab der neunten Klasse musste eine dritte Pflichtfremdsprache gewählt werden und das Fach Sport war nicht im Kanon der Leistungskurse zu finden. Im Nachhinein ein Glücksfall, denn ich habe die humanistische Bildung sehr genossen.
Allerdings wollte ich nach 13 Jahren Schule eigentlich nichts mehr von Lernen und Bildung wissen. Die Entscheidung zwischen Wehrdienst und Ersatzdienst fiel leicht. Ich leistete meinen Ersatzdienst bei sinnvoller Arbeit mit behinderten Kindern in einem Sportverein ab. Das Gute daran war, dass ich ein ganzes Jahr Zeit hatte, mich zu orientieren.
Da ich mich für das weitere abstrakte Lernen an einer Hochschule noch immer nicht erwärmen konnte und endlich arbeiten wollte, entschied ich mich für eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Da ich diese sehr erfolgreich absolvierte, wurde ich auch gleich danach vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Dabei merkte ich dann aber schon recht früh, dass es für mich nicht weiter vorangehen würde ohne weitere Qualifikationen. So begann ich, über Weiterbildungsmöglichkeiten in meinem Beruf zu recherchieren. Und manchmal spielt eben auch der Zufall bei solchen Dingen eine Rolle. Denn gerade zu diesem Zeitpunkt wurde von der Fachhochschule für Oekonomie & Management (FOM) zum ersten Mal die Möglichkeit angeboten, an der Bremer Hochschule ein berufsbegleitendes BWL-Studium zu absolvieren.
Da ich mich noch nicht auf eine ganz bestimmte Fachrichtung festlegen wollte, zog ich das allgemeine BWL-Studium anderen berufsbegleitenden Weiterbildungsmaßnahmen vor. Denn die meisten Maßnahmen führen zu einer Spezialisierung in einem bestimmten Beruf. Mit dem BWL-Studium stehen mir jetzt viele Wege offen und eine spätere Spezialisierung über einen anschließenden Masterstudiengang ist möglich. Aktuell bin ich im fünften Semester und das Ende des Teilzeitstudiums ist absehbar. Wir wollen mal sehen, wohin die Reise noch geht.
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