"In jedem Beruf ist der erste Schritt zum Erfolg, sich dafür zu interessieren" (Sir William Osler)

André Göldner

Diplom-Ingenieur-Pädagoge für Elektrotechnik/elektrische Energietechnik und Ausbildungsleiter der ENSO Energie Sachsen Ost AG

Dresden, 22.10.2008

Foto: André GöldnerDas Interesse an Elektrotechnik und am Umgang mit jungen Menschen hat sich schon während meiner Schulzeit entwickelt. Anfangs waren diese Interessen jedoch noch voneinander unabhängig - sie sollten sich erst zu einem späteren Zeitpunkt vereinen.

Meine Neugier auf die Elektrotechnik wurde durch den Physikunterricht und das Unterrichtsfach "Produktive Arbeit" in einem Dresdener Betrieb während der siebten Klasse geweckt. Der 'Virus Strom' hatte mich befallen! Mein Vater - Meister in einem Energieversorgungsunternehmen - trug wesentlich zu meinem späteren Berufswunsch bei. Gern erinnere ich mich an meine erste Modelleisenbahn, an der wir gemeinsam bauten. Der Grundstein für die Lehre zum Elektromonteur war gelegt!

Mein Interesse im Umgang mit jungen Menschen und die Freude an der Weitergabe von Erfahrungen entwickelte sich insbesondere durch meine Tätigkeit als Übungsleiter für die Sportart Ringen. Hier leistete ich manch kleinen Beitrag zum Sieg eines Sportlers im Wettkampf.

Aber noch immer waren beide Interessengebiete nicht miteinander verbunden.

Nach einigen Jahren als Facharbeiter reifte in mir der Wunsch, mich erneut auf die Schulbank zu setzen. Wie der Zufall es wollte, wurde zum damaligen Zeitpunkt an der TU Dresden die neue Studienrichtung "Lehrer für berufspraktischen Unterricht" in der Fachrichtung Elektrotechnik/elektrische Energietechnik erstmalig angeboten. Manche Kollegen fragten mich: "Warum tust du dir das noch mal an?" Ich wollte mich jedoch noch einmal einer neuen Herausforderung stellen und diese Chance nutzen.

An der TU Dresden holte ich so mein Abitur nach und begann danach das viereinhalbjährige Studium. Nach erfolgreichem Abschluss kehrte ich 1991 in die Berufsausbildung meiner alten Firma zurück.

So vereinigten sich schließlich die beiden Wege in meinem Leben. Ich konnte ab diesem Zeitpunkt die Neugierde für elektrische Anlagen beim beruflichen Nachwuchs wecken, die gesammelten Erfahrungen im Umgang mit Elektrotechnik den Jugendlichen näher bringen und so den jungen Menschen auf ihrem Weg zur Seite stehen.

Nach einem Jahr übertrug man mir die Leitung der Berufsausbildung für die elektrotechnischen Berufe. Später wurde ich in den Prüfungsausschuss der IHK berufen.

Als Mitglied im Prüfungsausschuss bin ich nun unter anderem für einen ordnungsgemäßen Ablauf der Zwischen- und Abschlussprüfungen verantwortlich.

Besonders in der Ausbildung - ob als Lehrer, Ausbilder oder Ausbildungsleiter - muss ich mich ständig neuen Herausforderungen stellen und aktiv an gezielten Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Nur so kann ich beruflichen Erfolg erzielen.

Auch außerhalb des Berufes bin ich heute noch als Trainer in einem Verein tätig, wenngleich ich die Sportart Ringen durch Rock´n´Roll und Boogie-Woogie ausgetauscht habe. Aber das ist sicher eine andere Geschichte.

Ich selbst würde mich jederzeit wieder für diesen Weg der beruflichen Entwicklung entscheiden!

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Aus dem Buch der Bildungsrepublik