Dr. Petra Kabisch
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Dezernat für Studienangelegenheiten
Magdeburg, 08.10.2008
Ich wollte immer schon Lehrerin werden, denn es bereitet mir große Freude, mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten, Wissen weiter zugeben und Wissen zu entwickeln, an der Entwicklung von Menschen beteiligt zu sein und selbst immer wieder Neues zu lernen und zu erleben. Das hat auch geklappt. Ich wurde Lehrerin für die Fächer Sport und Geschichte und bekam nach dem Studium die Möglichkeit zu einem Forschungsstudium. Während meiner Promotion bekam ich "zwischendurch" meine beiden ersten Kinder. Als Lehrerin im Hochschuldienst und Lehrerin an einer Polytechnischen Oberschule unterrichtete ich Studierende und Schüler aller Altersstufen und betreute eine Seminargruppe. Mit viel Spaß - weil das nach meiner Meinung die wichtigste Grundlage ist, um Leistung zu bringen und um zufrieden zu sein.
Dann kam die Wende, der ich auch mit ein wenig Skepsis entgegen sah. 1990 erübrigte sich manche Überlegung, unser drittes Kind wurde geboren und neue Herausforderungen warteten auf mich.
Um im Bereich Sportlehrerausbildung bleiben zu können, hätte ich meine wissenschaftliche Arbeit ausbauen müssen. Inzwischen hatte ich aber viel Freude an der Organisation von Studienabläufen und an der Betreuung von Studierenden gewonnen. Wichtige Umstellungen im gesamten Studiensystem (inhaltlich wie organisatorisch) standen an, und das reizte mich: Ich wurde Dezernentin für Studienangelegenheiten an der Pädagogischen Hochschule in Magdeburg. Für kurze Zeit war ich an der Neuorganisation der Lehrerausbildung beteiligt. Dann gab die Hochschule ihre Selbständigkeit auf: Aus den in Magdeburg vorhandenen drei Hochschuleinrichtungen wurde die Otto-von-Guericke-Universität - und ich bekam eine Stelle als Studien¬beraterin. Das bin ich bis heute geblieben: Ich informiere und berate Schüler darüber, was man wo und wie studieren kann und ermutige sie, das zu machen, wozu sie sich berufen fühlen; Studienfächer zu belegen, für die sie Interesse und Neugier zeigen. Ich begleite Studierende auf ihrem Weg ins und durch das Studium. Und wieder habe ich viel Freude dabei.
Die Wende haben wir gemeistert, auch wenn wir vielleicht noch nicht an allen Stellen des neuen Deutschlands angekommen sind, auch das ist eine Herausforderung. Für mich jedenfalls galt und gilt: Geht nicht, gibt es nicht, jammern hilft nicht! Ich habe immer versucht, mein Bestes zu geben und habe auch viel Glück gehabt.
Geboren bin ich übrigens am 12.2.1956 in Magdeburg und auf dem Gelände der Universität aufgewachsen, dort wo ich heute arbeite. Ich bin nicht weit gekommen? Doch!
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