Das Buch der Bildungsrepublik in Magdeburg

Am 7. und 8. Oktober 2008 machte das Buch der Bildungsrepublik auf seiner Deutschlandreise Station in Magdeburg. Die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts blickt auf mehr als 1200 Jahre Stadtgeschichte zurück und ist berühmt für den Magdeburger Dom. Magdeburg ist aber auch ein Ort mit vielen Bildungsangeboten - gleichermaßen für jung und alt. Es gibt eine Universität mit neun Fakultäten, eine Fachhochschule mit zwei Standorten sowie zahlreiche andere Bildungsträger und Bildungseinrichtungen.

Kinder sind neugierig und wissbegierig - die Trilinguale Kita

In der Magdeburger Trilingualen Kita wird bei der Kinderbetreuung großer Wert auf eine frühzeitige und altersgerechte Förderung und Bildung der Kinder gelegt. Durch den Einsatz von deutschen, französischen und englischen Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern erlernen die Kinder die Sprache, aber auch die Besonderheiten der verschiedenen Kulturen.

Die Kita ist zudem Partner der Stiftung "Haus der kleinen Forscher", die sich besonders für die frühkindliche Bildung einsetzt, sich aber auch für den Nachwuchs in den Natur- und Ingenieurwissenschaften stark macht. Das Projekt "Kinderlabor", das an der Trilingualen Kita regelmäßig stattfindet, soll hierfür den Weg ebnen und bei den Kindern spielerisch das Interesse an diesen Themen wecken.

Die Trilinguale Kita ist ein Projekt der Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis. Dr. Andrea Schubert, Bereichsleiterin Tagesbetreuung Magdeburg der Stiftung und Jean-Baptiste Durand, einer der Leiter der Trilingualen Kita, unterzeichneten im Beisein des Erzieherteams und der Kinder ihre Bildungsgeschichten. Die Kinder malten Schlaumäuse für das Buch der Bildungsrepublik.

Lernen fürs Leben - Azubis auf ihren Berufs- und Bildungswegen unterstützen

Das Technologie- und Berufsbildungszentrum Magdeburg gGmbH ist ein Unternehmen der Stiftung Bildung und Handwerk. Rund 700 Lehrlinge werden hier derzeit aus- und weitergebildet. Das Technologie- und Berufsbildungszentrum bietet in der Wirtschaftregion Magdeburg berufliche Orientierung, berufliche Aus- und Weiterbildung sowie Arbeitsmarktintegration an. Besondere Schwerpunkte sind die Erstausbildung und Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderungen, aber auch die Aus- und Weiterbildung von gewerblich-technischen Fachkräften verschiedenen Alters.

Ein Beispiel: Melanie Minkwitz erlernte in ihrer dreijährigen Ausbildung zur Bauten- und Objektbeschichterin das Malerhandwerk von der Pike auf. Im Rahmen der beruflichen Rehabilitation erhielt sie wegen einer Lernschwäche eine besondere Förderung beim Erlernen der theoretischen Grundlagen. Dank dieser Unterstützung, aber auch aufgrund ihres persönlichen Eifers und ihrer Motivation, war Melanie Minkwitz erfolgreich. Als Jahrgangsbeste schloss sie ihre Ausbildung ab und wurde sofort von ihrem Praktikumsbetrieb übernommen. Ihre Erfolgsgeschichte ist - ebenso wie die Geschichten der Auszubildenden Jan Steffens und Florian Draebecke sowie des Ausbilders Andreas Nebel und des Mitarbeiters Hans-Joachim Ehlert - im Buch der Bildungsrepublik zu lesen.

MINT-Programm an der Otto-von-Guericke-Universität

Die Otto-von-Guericke-Universität veranstaltet jedes Jahr einen Herbstkurs für Schülerinnen der Klassenstufe 11, die sich besonders für Natur- und Ingenieurswissenschaften interessieren. Auf dem Programm steht "gucken und ausprobieren, sich begeistern lassen, zukünftige Berufswege testen und viele Fragen stellen". Mit diesem Kurs möchte die Universität mehr Mädchen und Frauen für MINT-Berufe begeistern. Schließlich haben Fachkräfte mit Abschlüssen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz MINT) vielfältige Arbeitsmöglichkeiten.

Ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, deutlich mehr junge Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen - die Otto-von-Guericke-Universität unterstützt dieses Anliegen.

Dr. Petra Kabisch vom Dezernat für Studienangelegenheiten und die Studentin Mandy Pohl trugen sich mit ihren Bildungsgeschichten in das Buch der Bildungsrepublik ein.

AQUA - Akademikerinnen und Akademiker qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt

Das Projekt AQUA der Otto Benecke Stiftung e. V. richtet sich mit einem breiten Bildungsangebot an Hochschulabsolventinnen und -absolventen, die derzeit ALG I oder ALG II beziehen. Seit 2007 werden bundesweit in Kooperation mit Universitäten und Fachhochschulen berufsspezifische Studienergänzungen durchgeführt, die inhaltlich an den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes orientiert sind.

An der Fachhochschule Magdeburg-Stendal werden die Studienergänzungen Maschinenbau sowie Gesundheitsförderung und Prävention angeboten. Der Bereich Maschinenbau wird vom Institut für Akademische Weiterbildungen (IAW) e. V. betreut. Für den Bereich Gesundheitsförderung und Prävention ist die Gesellschaft für Prävention im Alter "PiA" e. V. verantwortlich.

Das Buch der Bildungsrepublik war an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal zu Gast und sammelte die Bildungseinträge der Chancengeber und Chancennehmer des Projektes AQUA ein.

In das Buch trugen sich Dagmar Maur, Leiterin des Akademikerprogramms AQUA, Prof. Dr. Petra Weber-Kurth, Professorin der Fachhoschschule Magdeburg-Stendal und Prof. Dr. Christian Krause,  Projektleiter "Studienergänzung Maschinenbau" ein, sowie Gisela Reinecke, Peter Meller und Alexander Gshibowski, die am AQUA-Programm teilnehmen.